MÜNCHEN – In der 2. Qualifikationsrunde zum Toto-Pokal musste sich der FC Schwabing 56 am Sonntag dem TSV 1860 Rosenheim mit 0:1 geschlagen geben. Auf dem schnellen Kunstrasen an der Guerickestraße entwickelte sich eine intensive Partie, in der ein einziger Moment kurz vor der Pause den Ausschlag gab.
Der Spielverlauf
Beide Teams zeigten von Beginn an, dass sie mit dem technisch anspruchsvollen Untergrund gut zurechtkamen. Es entwickelte sich ein temporeiches Spiel, bei dem der FC Schwabing versuchte, das Geschehen zu kontrollieren. Die Defensive um Kapitän Konstantin Steinmaßl stand weitestgehend sicher, doch Rosenheim blieb durch schnelle Umschaltmomente stets gefährlich.
Der entscheidende Treffer fiel in der 45. Minute: In einer Phase, als sich beide Teams gedanklich wohl schon in der Kabine befanden, schlug Michael Summerer zu und markierte das 0:1 für die Gäste vom Inn.
In der zweiten Halbzeit erhöhte die Zepeda-Elf den Druck. Schwabing suchte immer wieder die Lücke in der tief stehenden Rosenheimer Abwehr, doch der erhoffte Ausgleichstreffer wollte nicht fallen. Auch die Einwechslungen von Tatzer, Schütte und spät Hentschel konnten die drohende Niederlage nicht mehr abwenden. Rosenheim verteidigte den knappen Vorsprung leidenschaftlich und zieht damit in die nächste Runde ein. maki
FC Schwabing 56 – TSV 1860 Rosenheim 0:1 FC Schwabing 56: Julian Disterer, Konstantin Steinmaßl, Yannick Schad, Noah Schad (84. Thomas Hentschel), Nicolas Reinhart, Jonas Jehle (56. Niklas Tatzer), Rafael Hinrichs, Flint Kapusta, Marco Musso (75. Tom Julius Schütte), Giacinto Sibilia, Moritz Wefelmeier - Trainer: Steven Zepeda TSV 1860 Rosenheim: Simon Hamburger, Steven Khong-In (58. Auron Hetemi), Simon Fischer, Adnan Kasumovic, Deniz Ünal (58. Lucas Gratt), Liam Markulin, Florian Grundner, Michael Summerer, Leon Tutic, Edis Muhameti (66. Leonardo Papapicco), Noah Markulin (66. Luis Lehmann) - Trainer: Wolfgang Schellenberg Schiedsrichter: Florian Böhm (Wolfratshausen) - Zuschauer: 50 Tore: 0:1 Michael Summerer (45.)
Der FC Schwabing trauert um Edi Obermeier, seit Juli 1977 Mitglied, Spieler, Jugendtrainer und Spendensammler, der heute im Alter von 76 Jahren von uns gegangen ist. Mach´s gut Edi!
Die Beisetzung findet am Montag, den 23.02.2026, um 12.45 Uhr im Westfriedhof statt.
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Steven Zepeda: im 8.Jahr Trainer der 1.Mannschaft des FC Schwabing
1.Herren: Jahresabschluss-Interview zur Hinrunde: Stabilität, Entwicklung und gelebte Verantwortung.
Steven Zepeda, wie fällt Ihr allgemeines Fazit zur Hinrunde aus?
Steven Z.: 40 Punkte zur Winterpause – das sind genauso viele Zähler wie in der kompletten vergangenen Saison. Dazu kommt, dass wir seit über einem halben Jahr zu Hause ungeschlagen waren. Bis hierhin haben wir eine sensationelle Runde gespielt. Die Mannschaft hat klar gezeigt, dass jeder bereit ist, sich seinen Platz zu erarbeiten.
Besonders positiv ist die Integration der Neuzugänge verlaufen – egal, ob sie aus der eigenen Jugend oder von extern gekommen sind. Das funktioniert vor allem deshalb so gut, weil es unsere Jungs ihnen sehr leicht machen. Mir gefällt es extrem, wenn ich sehe, wie schnell sich Spieler mit der Mannschaft und dem Verein identifizieren und Verantwortung übernehmen.
Sinnbildlich dafür stehen Spieler wie Lasse Bethäuser, der trotz Verletzung gefühlt so häufig wie ich selbst am Platz war und sofort Verantwortung abseits des Spielfelds übernommen hat. Auch Julian Disterer hat trotz seines jungen Alters direkt angepackt, wo es nur ging, und wichtige Aufgaben innerhalb des Teams übernommen.
Gab es ein Highlight oder das beste Spiel der Hinrunde?
Steven Z.: Es gab definitiv einige umjubelte Momente – nicht zuletzt, weil viele Spiele erst spät zu unseren Gunsten entschieden wurden. Absolut genial war der Seitfallzieher von Konsti Steinmaßl in der 93. Minute nach Kopfballvorlage unseres Keepers Julian Disterer. Solche Szenen bleiben natürlich hängen.
Die beste Mannschaftsleistung war für mich aber das Spiel gegen Unterhaching II, denen wir die erste Saisonniederlage beigebracht haben. Wir waren extrem geschlossen, sehr geradlinig in Richtung Tor und insgesamt einfach sehr überzeugend. Das war eine richtig starke Teamleistung.
Welche Schwierigkeiten oder Rückschläge musste die Mannschaft bewältigen?
Steven Z.: Der Einstieg in die Saison war wieder sehr anspruchsvoll, da wir einige wichtige Stützen verloren haben. Gerade die Abgänge von Khareem Z., der kürzertreten wollte, Pascal S., der in seine Heimat zurückgegangen ist, sowie die Verletzungen von Lasse Bethäuser mit Sprunggelenksverletzung und Marco Musso mit Leistenproblemen haben zunächst ein großes Loch in die Mannschaft gerissen.
Hinzu kamen die beiden Kreuzbandrisse von Simon Wächter und Yan Bohuta, was mir gerade für die jungen Burschen extrem leid getan hat. Im Saisonverlauf sind dann auch noch Moritz Wefelmeier, Jonas Prier und Kasimir Lauber weggezogen. Das musst du als Team erst einmal kompensieren.
Gleichzeitig war das aber auch eine riesige Chance für unsere Neuzugänge und die jungen Spieler – und diese haben sie eindrucksvoll genutzt. Genau das erwarten wir von unserer Mannschaft: dass wir als Team geschlossen reagieren und Stärke aus schwierigen Situationen ziehen. Dass uns das immer besser gelingt, zeigen nicht zuletzt die Ergebnisse.
Wie hat sich die Mannschaft seit dem ersten Training entwickelt?
Steven Z.: Wir sind insgesamt männlicher, stabiler und klarer geworden. Vor allem unsere beiden Capos Konsti Steinmaßl und Jonas Jehle sowie Giacinto Sibilia und Florian Mayer gehen extrem voran und leben den Schwabing-Style. Das hilft allen Spielern um sie herum enorm.
Auch unsere Außenverteidiger – unter anderem Philipp Schuck, Yannick Schad, Philippe Göbel und die gesamte Gruppe – verkörpern unsere offensive Ausrichtung immer stärker. Dafür sprechen allein die 16 Assists, die von dieser Position bereits aufgelegt wurden. Das dürfte in dieser Form fast einmalig in der Liga sein.
Beeindruckend ist außerdem, wie flexibel Spieler wie Flint Kapusta oder Philipp Pirch agieren, die sich gefühlt auf sechs unterschiedlichen Positionen sofort eingefunden und die jeweiligen Anforderungen umgesetzt haben. Vergleicht man die ersten fünf Spiele der Hinrunde mit den ersten fünf Partien der Rückrunde, haben wir – mit Ausnahme des Spiels gegen Freilassing, das identisch zur Hinrunde verlief – überall bessere Ergebnisse erzielt. Das zeigt klar: Wir sind auf einem sehr guten Weg.
Mit welchen Erwartungen geht das Team in die zweite Saisonhälfte?
Steven Z.: Zunächst einmal wollen wir alle gesund durch die Rückrunde kommen und dort anknüpfen, wo wir aufgehört haben. Das wird nicht ganz einfach, weil wir vor der Winterpause in einem sehr guten Flow waren.
Inhaltlich wollen wir unser Spiel im eigenen Ballbesitz weiter verbessern und noch effektiver werden. Für uns als Trainerteam ist es nach zwei Jahren Dauerdruck – mit Aufstiegskampf, Relegation und Klassenerhalt am letzten Spieltag – einfach schön, jetzt noch stärker auf Entwicklung gehen zu können.
Wir werden weiterhin in jedes Spiel mit dem Anspruch gehen, es gewinnen zu wollen. Gleichzeitig können wir nun mutiger sein und mehr Risiko eingehen. Jetzt tanken wir erst einmal richtig auf – und dann greifen wir wieder voll an.
Hakan Karademir: langjähriger Trainer der 2.Mannschaft des FC Schwabing
2.Herren: Nach einem zweiten Platz und der verlorenen Aufstiegsrelegation in der Saison 2024/25 wollte die zweite Mannschaft zeigen, dass sie zurecht oben in der Tabelle mitspielt. Das hat sie in der bisherigen Spielzeit eindrucksvoll bewiesen und steht nach 14 Spieltagen mit 33 Punkten als Herbstmeister an der Tabellenspitze. Trainer Hakan hat in unserem Jahresabschlussinterview ein erstes Resümee gezogen.
Hakan, die Hälfte der Saison ist geschafft, wie fällt dein bisheriges Fazit aus?
Hakan: Die Hinrunde verlief für uns insgesamt sehr positiv. In mehreren Spielen haben wir gezeigt, was in dieser Mannschaft steckt. Natürlich gab es auch Phasen, in denen wir uns selbst im Weg standen, und daran müssen wir arbeiten. Mich freut es vor allem, dass die Jungs eine klare Entwicklung gezeigt haben und wir als Team enger zusammengewachsen sind. Jetzt geht es darum, konstanter zu werden.
Was war dein persönliches Highlight der Hinrunde?
Für mich war das Highlight der Hinrunde das Spiel gegen den SV Türkspor Allach. Trotz des Rückstands haben wir an uns geglaubt und in der 90. Minute noch das Siegtor geschossen. In diesem Moment hat man gespürt, wie viel Energie und Zusammenhalt in der Mannschaft steckt. Die Jungs haben gekämpft und bis zum Schluss an sich geglaubt. Sie haben sich mit einem Unentschieden nicht zufrieden gegeben und alles für die drei Punkte getan.
Welche Rückschläge gab es trotz der erfolgreichen Runde zu bewältigen?
Natürlich hatten wir auch unsere Schwierigkeiten, zu viele einfache Fehler und manchmal fehlte uns die Konsequenz vor dem Tor. Aber genau solche Rückschläge gehören dazu. Wichtig ist, dass wir aus unseren Fehlern lernen und gestärkt daraus hervorgehen.
Wie hat sich die Mannschaft seit dem ersten Training entwickelt? Welche Fortschritte wurden gemacht?
Wir haben einen guten Schritt nach vorn gemacht. Nach der letzten Saison habe ich bewusst umstrukturiert. Der zweite Platz war stark, doch wir wollten das nächste Level erreichen. Daher habe ich mich von einigen Spielern getrennt und neue Jungs dazugeholt. Es war eine mutige Entscheidung, die sich bisher als richtig erwiesen hat.
Diese Veränderungen bringen frischen Wind, erfordern aber auch Anlaufzeit. Die neue Mannschaft musste erst verstehen, was ich als Trainer sehe und welche taktischen Vorstellungen ich habe. Im Training brauchten wir daher viel Geduld, doch inzwischen sieht man, wie sich alles fügt. Die Abläufe werden sauberer und das gegenseitige Verständnis wächst.
Heute spielen wir mutiger und strukturierter. Die Mannschaft übernimmt mehr Verantwortung im Ballbesitz und bleibt auch in stressigen Situationen ruhig, teilweise ruhiger als ich (lacht).
Was sind die Ziele für die zweite Saisonhälfte?
Wir wollen nicht nur in der Hinrunde überzeugen, sondern auch in der Rückrunde konstant unsere Leistung abrufen. In den letzten Jahren haben wir uns jedes Jahr positiv entwickelt. Leider hat uns der 2. Platz im letzten Jahr nicht zum Aufstieg gereicht. Daher werden wir uns dieses Jahr mit dem 2. Platz nicht zufrieden geben.
Gibt es noch etwas, was du loswerden möchtest?
Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft. Wir haben ein sehr junges Team, das schnell lernt und unglaublich motiviert ist. Dass wir aktuell die stärkste Offensive und die stärkste Defensive der Liga haben, zeigt, wie gut die Jungs zusammenspielen und wie stark unsere Dynamik ist. Wenn wir diese Einstellung beibehalten, bin ich überzeugt, dass wir diese Saison noch einiges erreichen können.
Neuzugang Julian Disterer hielt am Samstag beim 1.FC Penzberg seinen Kasten sauber
Moosinning/Penzberg: Schwabing war am Freitag zu Gast beim Bezirksligisten FC Moosinning und verlor die Partie mit 1:3. Den Schwabinger Treffer erziele Marco Musso mit einem Dropkick-Hammer aus 25 Metern. Der Anschlusstreffer gab aber nicht den erhofften Schwung in der Schlussphase des Spiels. Die Heimelf, trainiert von Chris Ball, erzielte sogar noch einen dritten Treffer. Fazit: der Auftritt von Schwabing in Moosinning hatte nicht Landesliganiveau. Bester Schwabinger war Jonas Prier, der mit einigen Paraden auf der Linie glänzen konnte.
Einen Tag später fand die Generalprobe beim 1.FC Penzberg statt. Die Ziele in Penzberg wurden für die neue Saison neu justiert, man will "eine sehr gute Rolle" spielen. Das merkte man auch in der Anfangsphase, in der die Penzberger früh ins Pressing gingen und aggressiv in die Zweikämpfe. Nach fünfzehn Minuten war aber Schwabing immer mehr im Ballbesitz und erspielte sich eine Reihe guter Torchancen. Pech hatte Bendix Kruse bei einem Kopfball an die Latte.
Nach dem Wechsel kamen auf beiden Seiten frische Kräfte und Schwabing blieb weiterhin spielbestimmend. Ein Eigentor der Penzberger brachte die Führung für Schwabing und bedeutete letztendlich auch den Endstand. Im Schwabinger Tor stand der aus Kirchanschöring kommende Julian Disterer, der sehr stabil und sicher auftrat.
Schwabings Auftritt in Penzberg war in puncto Ballbesitz und Defensivkollektiv deutlich verbessert als am Vortag. Reduziert werden muss die Anzahl der Ballkontakte beim Umschaltspiel. Zu oft kam der Pass in die Tiefe zu spät. So machte ein Abwehrbein oder das Abseits zahlreiche gute Gelegenheiten zunichte. Dieses Manko sollte schnell korrigiert werden.
Denn schon am Donnerstag startet Schwabing beim Aufsteiger aus Dornach in die Landesliga-Saison. Anpfiff beim SVD ist um 18:30 Uhr. ma
1. FC Penzberg – FC Schwabing 56 0:1 1. FC Penzberg: - Trainer: Maximilian Bauer FC Schwabing 56: Julian Disterer, Konstantin Steinmaßl, Yannick Schad, Noah Schad, Jonas Jehle, Rafael Hinrichs, Flint Kapusta, Bendix Kruse, Niklas Tatzer, Giacinto Sibilia, Ivan Mijatovic, Marin Nawrath, Simon Wächter, Schmidt Louis, Pirch Philipp, Musso Marco, Lauber Kasimir - Trainer: Steven Zepeda Zuschauer: 60 Tore: 0:1 (65. Eigentor)